Gästebuch

guest003
BuiltWithNOF
shield5b
Coursinggeschichte

Historischer Hintergrund

Das Coursing war die jagdliche Verfolgung eines Tieres durch Hounds, wobei diese nach dem Auge, nicht nach der Nase jagen. Das verfolgte Tier war von Land zu Land verschieden. Es konnte praktisch jedes Tier sein, das durch ziemlich offenes Gelände läuft, z.B. Feldhase, Wolf, Hirsch.

a_Barenhatz

Heute bezieht sich der Begriff Coursing in allererster Linie auf Greyhounds, die Hasen nachjagen. Es ist aber auch unverändert in der Anwendung für jede Windhundrasse korrekt, einem anderen Tier mit hoher Geschwindigkeit nachzujagen. Es handelt sich um eine alte Jagdart, läßt sich zumindest bis in die Zeiten des klassischen Griechenlands zurückverfolgen.

Ursprünglich war Coursing ein Wettlauf zwischen Hounds und ihrer Beute, nicht von zwei Hounds gegeneinander. Im Interesse der Sportlichkeit wurde die Anzahl der Beute nachjagenden Hounds auf zwei beschränkt; der Beute gab man immer einen bedeutenden Vorsprung, ehe die Hounds geschnallt wurden. Ziel war immer der Reiz der Jagd, weniger der Tod des verfolgten Tieres. Es dauerte bis zur Zeit des Tudors, bevor sich diese Jagdart änderte. Coursing verwandelte sich in einen Wettbewerbssport, fand beim Adel wie in der breiten Öffentlichkeit viele Anhänger. Shakespeare weist vielfältig auf das Coursing hin, aus seinen Schauspielen ergibt sich ganz klar, daß Coursing zu einem Wettbewerb unter den Hunden wurde

 

a_CoursingGemalde

Irish Wolfhounds beim Hasencoursing

Gemälde von Michael Lyn

Wanderpreis für den Lure Courser of the Year, UK


Die ersten Regeln für die Beurteilung der Sieger wurden nach Anweisung von Queen Elizabeth I durch den Duke of Norfolk aufgestellt. Seither gab es hieran nur geringfügige Veränderungen. Der erste öffentliche Coursing Club wurde 1776 in Swaffham in Norfolk gegründet.

Der Irish Wolfhound ist unter den Windhunden bei weitem der größte, wurde vor allen Dingen zur Jagd auf Tiere gezüchtet, die so groß oder gar größer als er selbst waren. Es gab aber in England keine großen, schnellen Tiere mehr, auf die ein legales Coursing möglich gewesen wäre. So blieb als einzige Art der Überprüfung, ob ein moderner Wolfhound noch in der Lage ist, seine ursprünglichen Aufgaben zu erfüllen, das Coursing auf Hasen. Der Hase ist ein verhältnismäßig kleines Tier, läuft nahe am Boden, ist sehr schnell und außerordenlich wendig, ganz anders als das Wild, für dessen Jagd der Wolfhound gezüchtet wurde. Aus diesem Grund kann man vom Wolfhound nicht die gleichen Erfolge im Hasencoursing erwarten wie vom Greyhound, der genau dafür gezüchtet wurde. Aber der Wolfhound sollte beim Hasencoursing große Begeisterung, gute Schnelligkeit, und Beweglichkeit, starkes Zielbewußtsein und Ausdauer zeigen. Das erste überlieferte Wolfhound Coursing wurde 1924 abgehalten. Bis zum Jahre 1925 wurde der Irish Wolfhound vom Kennel Club als Non-Sporting breed klassifiziert. Der Irish Wolfhound Club erbat aber die Genehmigung, den Kennel Club Funktionären die sportlichen Fähigkeiten der Rasse bei einem Coursing meeting zu demonstrieren. Diesem Vorschlag stimmte der KennelClub zu, stiftete als Preis für den Sieger eine wunderschöne Trophäe. Nach dem ersten Irish Wolfhound Coursing Club meeting, Anfang 1925 in Salisbury Plain abgehalten, folgte sofort die Rückklassifizierung des Irish Wolfhound als Sporting Dog.

 


Lure Coursing

Das Lure Coursing scheint im Westen und Mittelwesten der USA im Jahre 1971 begonnen zu haben, als wenige Windhund-Enthusiasten - vor allem Whippet-Besitzer - zusammenkamen, um ihre Hounds auf der Rennbahn zu prüfen. Zum Ziehen der Köderschnur verwandten sie meist eine mit der Hand gedrehte Rolle. Nach und nach hörten immer mehr Windhundbesitzer davon, sich durch diese neue Art zu unterhalten, bald gab es gemischte Felder von Windhunden, die gegeneinander antraten.

Die Grundidee hinter dem Lure Coursing ist, künstlich die Verhältnisse des Hasen Coursing so weit wie möglich nachzuahmen. Ein von Hounds verfolgter Hase wendet und dreht sich, legt Hochgeschwindigkeitsstrecken ein und ändert plötzlich seine Laufrichtung. Entsprechend gibt es auf dem Weg des Köders plötzliche Richtungsänderungen, die dadurch ausgelöst werden, daß man die Köderschnur durch eine Serie kleiner Rollräder führt, die den Lauf des Hasen simulieren. Die benötigte Spezialeinrichtung besteht aus einer Motorwinde mit variabler Geschwindigkeit, eine leichte, sehr lange und feste Schnur. Eine Anzahl von Rollen, die im Boden verankert werden. Eine ins Auge fallende Beute, Plastik oder weißes Kaninchenfell bewähren sich gut. Nützlich ist auch ein Helfer auf einem Motorrad, der die Beute nach jedem Lauf schnell wieder in den Parcours einfädelt.

Wolfhounds variieren außerordentlich in ihrer Reaktion auf das Coursing. Einige beginnen gut, verlieren aber nach einigen Treffen das Interesse, andere werden sich nie herablassen, einem Stück Plastik nachzujagen. Glücklicherweise gibt es aber eine beträchtliche Anzahl von Hounds, denen es wirklich Freude zu machen scheint, hinter einem wie verrückt flatternden Plastikbeutel in voller Geschwindigkeit zu galoppieren. Und sie laufen volle Geschwindigkeit, rein aus Spaß an der Freude, wissen genau, daß alles nur ein Spiel ist.

Da das Coursing die Knochen, Bänder und Gelenke beträchtlich belastet, sollte man seinen Hound nicht ernsthaft laufen lassen bevor sich nicht die Wachstumsspalten geschlossen haben ( Hündin etwa 14 mon. Rüde etwa 16 mon ). Wichtig ist auch, vor jedem Versuch der Teilnahme am Coursing den Hound ganz fit zu machen.

Quelle: Mary McBryde - Der Irish Wolfhound


CoursingLizenz - Coursingordnung - Jagdcoursing - LCO Coursing

Bei den Veranstaltungen in Deutschland unterscheiden wir hauptsächlich zwischen dem Jagdcoursing und dem LCO-Coursing. Hier nur eine stark vereinfachte Fassung, die genaue Coursingordnung ist unter www.dwzrv.com/ nachzulesen

Beim Jagdcoursing wird keine Coursinglizenz benötigt. Der Hound muß einen Hundepaß haben, daß Mindestalter erreicht haben und körperlich fit sein. Gewertet wird beim Jagdcoursing nach dem Norddeutschen System, d.h. 3 Feldrichter und ein Master bewerten das Verhalten des Hundes.

Beim LCO-Coursing benötigt der Hound zusätzlich die Coursing- bzw Rennlizenz. Die Bewertung erfolgt von 3 Feldrichtern. Es werden, wenn genügend Hunde am Start sind, gemäß Leistungscoursingordnung CACC/CACL/CACIL Titel vergeben. Alle Titelcoursings werden nach LCO-Richtlinien durchgeführt.

Die Coursinglizenz bekommt der Hound wenn er 6 Lizenzläufe absolviert hat. Diese werden auf den Trainingskarten eingetragen, die man bei jedem Rennverein bekommen kann. Die Lizenzläufe können bei Trainingsveranstaltungen oder bei Jagdcoursings absolviert werden.

Wie schon gesagt, daß ist die stark verkürzte Fassung, sollten sie Fragen dazu haben, können sie sich gerne an uns wenden. Wir freuen uns über jeden neuen “Rennverrückten” und geben gerne Hilfestellung, Tipps und weiterführende Informationen, wie Trainingsmöglichkeiten, Kontaktadressen in ihrer Nähe und so weiter.

rhana@t-online.de

 

Video LCO-Freiburg 2003

Video Berrit Dyka

Bitte etwas Geduld beim Laden -etwa 4MB

 

[Startseite] [Cu-Rhana] [Über Uns] [IW-Information] [Aktuelles / News] [Coursing] [Alles aus Leder] [Alles aus Ton] [Foto-Galerie] [Rainbowdogs]